Der Vormittag war einfach zu interessant, als dass es der Nachmittag auch werden konnte. Ich habe einen Einblick in 3D Animation bekommen. Ich werde mir noch die Keynote organisieren. Und darum war es geradezu unvermeidbar, dass ich wieder "back to the roots" muss. Während ich mich über die starke Haftung des Doppelklebebandes und die komplizierte Ablösung des Papierstreifens geärgert habe, konnte ich in Gedanken eine to do-Liste erstellen.
- Job finden (in der Branche)
- kündigen
- ein schnuckeliges iBook kaufen (das war mir allerdings am Vormittag schon klar)
Ich sehe es einfach immer weniger ein, wieso ich Trottel-Arbeit machen muss. Und wieder einmal ein Ultimatum: Sollte das im Juli 2006 immer noch der Fall sein, dann bin ich wirklich weg. Hätten sie mich doch gleich für die andere Position eingestellt. Das hätte ich vielleicht auch nicht lange gemacht, aber jetzt suchen sie erst jemanden. Es kann einfach nicht möglich sein, dass ich mit dieser Ausbildung da unten sitze. ("Das sind dort zwei verschiedene Welten." "Ja.") Aber der Tag muss doch kommen, wo ich für "unten" zu teuer bin!? Dann ging mir wieder duch den Kopf, wie meine Nachbarin gestern sagen konnte "schau bei deiner Mama". Häh?! Wie kann sie das sagen? Im Zuge von "wir müssen emanzipiert sein, ich will meinen Mann nicht um Geld bitten, ich will nicht von ihm abhängig sein". Hallo?! Das sagt sie zu mir, obwohl das meine Mama ist. Sie lebt ja doch in einer ganz anderen Welt. Die Männer sind zwar beide gleich alt, aber seit den 80er Jahren hat sich einiges geändert. Gestern war der Tag der Gespräche... mehr oder weniger. Und ja:
Es reicht!
Soon I will be done
with the troubles of the world.
(Ursula Rucker - Soon)